DIE SILBERPFEILE [1] / THE SILVER ARROWS [1]

Please note: The text in English language is further down this page !

 

FOLGE DEM STERN

West McLaren Mercedes: Die Silberpfeile der dritten Generation

 

>Einen Silberpfeil zu fahren ist eine Ehre< Manfred von Brauchitsch

Ja, wir haben um ihn gezittert. Einen Tag und eine Nacht lang. Dann war er über den Berg. Als der McLaren Mercedes MP4/10 im Freitagtraining zum Grand Prix von Australien 1995 ausgerechnet in Malthouse, jenem ultraschnellen Rechtsknick, der die Jones- mit der Brabham-Geraden verbindet, wegen Reifenschadens entgleiste, auf den Kerbs abhob, um mit über 200 km/h in die mit nur einer einzigen Reifenreihe gesicherten Mauer zu krachen, da hatte Mika Häkkinen, mit dem Kopf auf das Lenkrad geprallt, aufgrund schwerster Kopfverletzungen eine Überlebenschance, die gegen Null tendierte. Doch den Streckenposten hinter der Wand muss der Herrgott dorthin gestellt haben, denn der ist Neurochirurg. Sofortiger Luftröhrenschnitt und das unverzügliche Eingreifen von F.I.A.-Chefarzt Professor Sid Watkins retten nicht nur ein Leben, sondern auch eine Karriere. Als Mika Häkkinen Wochen später das Royal Hospital verlässt, ist Adelaide als Grand Prix-Schauplatz bereits Geschichte. Vier Monate danach kehrt er nach Australien zum nunmehr ersten Saisonlauf 1996 zurück, diesmal nach Melbourne, ohne ein Rennen auszulassen. Die Blinddarmoperation, wenige Wochen vor dem grossen Unfall, hatte ihn immerhin den Pazifik Grand Prix in Aida gekostet. Die Zeit in Saudi-Atabien, wohin ihn die McLaren- Hauptaktionärin TAG aus der Schusslinie der Weltpresse zog, die mikrochirurgisches Operation des Gehörs und danach das erste grosse Fernsehinterview mit John Watson in EUROSPORT: Von den Toten auferstanden und dann Weltmeister geworden ist bislang nur einer - Niki Lauda, die vielleicht grösste Figur der modernen Technologiegeschichte. Und wie leicht hätten hinter dem Comeback der Mercedes-Silberpfeile in der Formel 1 zwei Totenkreuze stehen können. Auch wenn man heute weiss, dass die Karriere Karl Wendlingers III. in der Hafenschikane von Monaco 1994 zerbrochen ist wie einst jene Stirling Moss` an der Sandbank von Goodwood.

Folge dem Stern ist 1998 in Deutschland eines der Hits des Jahres. Die aus Frankfurt-Rödelheim kommende Rap-Queen Sabrina Setlur, Deutschlands erfolgreichste Solokünstlerin, ist eine Inderin, die ihre Karriere einst unter den Psydonym Schwester S begann; das Erfolgsalbum heisst Die neue S-Klasse, auf den Markt gekommen, kurz bevor Mercedes-Benz tatsächlich seine neue, hochgelobte Flaggschiffreihe in Neuauflage der Öffentlichkeit präsentierte. Popkultur und Grand Prix Sport, das war schon immer eine explosive Mischung voller Tradition. Ein bitterkalter Januarabend 1997 in London: MTV präsentiert The West McLaren Mercedes Team Launch im mit 4500 Zuschauern von neun bis neunzig vollgefüllten Alexandra`s Palace und zeigt die Aufzeichnung wenig später zur besten Sendezeit um 20 Uhr. Die Moderation hat die schrille VJane Davina McCall, die 1994 in Hockenheim für das MTV Formula One Weekend den gesamten Grand Prix Zirkus so herzerfrischend aufgemischt hat. Da singt Jamiroquai und es stört überhaupt nicht, dass er im Videoclip zu Cosmic Girl nicht McLaren oder Mercedes, sondern das Konkurrenzprodukt Ferrari fährt. Da sagt ein begeisteter Manfred von Brauchitsch, über neunzig Jahre alt: "Wenn ich jünger wäre, würde ich McLaren-Chef Ron Dennis um eine Testfahrt bitten." Und natürlich ist auch Karl Kling, auch er weit über achtzig, anwesend. Von von Brauchitsch über Kling zu Häkkinen und Coulthard: Die Silberpfeil-Stars der ersten, zweiten und dritten Generation unter einem Dach. Mitten im Auftritt der Spice Girls, zwischen den Songs Wannabe und Two Become One geht plötzlich der Vorhang auf: West McLaren Mercedes MP4/12 - der Silberpfeil der dritten Generation hat Weltpremiere. Als kurz darauf Mika Häkkinen und David Coulthard die Bühne betreten, fragt Baby Spice Emma den Schotten: "Warum gibt es eigentlich keine weiblichen Grand Prix Piloten?" David, etwas verlegen: "Es gab einige in der Vergangenheit und vielleicht wird in der Zukunft ja wieder eine Frau kommen." Girl Power in der Formel 1: Gar nicht so selten, wie manche Leute glauben möchten. Die erfolgreichste unter den Pilotinnen war die legendäre Lella Lombardi, die im Katastrophen-Grand Prix von Barcelona 1975 in einem March Ford sogar in die Punkteränge fuhr, ehe sie vor einigen Jahren im Alter von nur achtundvierzig einem Krebsleiden erlag. Und die prominenteste unter allen Ladies im Cockpit war sicherlich die blonde Giovanna Amati, ebenfalls aus Italien stammend, sicher nicht hinter dem Lenkrad, sondern als zeitweise Freundin von Niki Lauda.

Jochen Rindt hätte gesagt: "Erstes Rennen, erster Sieg für Euch, wenn das kein Service ist." Norbert Haug, der Mercedes-Sportchef, seit Ende 1999 sogar im Range eines Vizepräsidenten von DaimlerChrysler, greift in Melbourne 1997 genüsslich zum Handy, um seinen direkten Vorgesetzten, Vorstandsmitglied Professor Jürgen Hubbert, in Deutschland anzurufen. 1954 in Reims, bei der Rückkehr nach dem Kriege, hiess das Ergebnis Fangio vor Kling in den W196 mit Stromlinienkarosserie , und jetzt ist es David Coulthard, dem die Ehre zufällt, den zehnten Nachkriegssieg für Mercedes-Benz herausgefahren zu haben. Die Marketingstrategen des neuen Hauptsponsors West und von Daimler, die das moderne Silberpfeil-Design realisiert haben, können auf einen Sieg von derart historischer Dimension nur noch stolz sein. Die Silberpfeile gewinnen 1997 noch zwei weitere Male, Coulthard in Monza und Häkkinen in Jerez, sein allererster Grand Prix Sieg überhaupt. Doch ohne technische Defekte hätten es durchaus zwei oder drei Erfolge mehr sein können. Am Nürburgring hat Häkkinen zum ersten Male in seiner Karriere Pole Position, nachdem seine Mechaniker sein stets im Cockpit mitgeführtes Maskottchen, eine Schildkröte, verbrannt hatten, was beim deutschen Fernsehsender RTL eine Welle besorgter Telefonanrufe auslöst. Am folgenden Tage konnten die Kommentatoren Jochen Mass und Heiko Wasser ihr Publikum beruhigen, denn das Tier war natürlich aus Stoff. Dennoch: Aberglaube gehört zum Motorsport wie Benzin und Öl.

_______________________________________________________________________________________________

 

 

Mika macht verdammt viel möglich. Der Finne ist der 27. Weltmeister der Geschichte, der 7. Doppelweltmeister, aber nach Juan Manuel Fangio erst der zweite Mercedes-Champion.

 

 

 

 

_______________________________________________________________________________________________

Nicht erst seit er die Amtszeit des legendären Dr. Adenauer übertraf, gilt der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl, ein promovierter Historiker, als Staatsmann von internationaler Reputation. Im Ausland hochgeachtet und auch dekoriert, wird er zuhause allerdings oft dem Spott preisgegeben und in Ostdeutschland vor Wut auch schon mal mit Eiern beworfen. Seit seinen Tagen als Ministerpreäsident des Bundeslandes Rheinland-Pfalz ist er am Nürburgring ein stets gern gesehener Gast. Kohl war es auch, der zusammen mit Bernie Ecclestone die Formel 1 in die Eifel zurückholte. Am 27. September 1998 stellt er sich zum fünften Male zur Wiederwahl; Kohl-Freund und Nichtwähler Michael Schumacher, dank Pole Position selbst siegessicher, prognostiziert für diesen Tag: "Er wird es wieder schaffen." Der Ferrari-Pilot wird fürchterlich irren. RTL, der Sender, der in Deutschland für das Free-TV die Live-Übertragungsrechte besitzt, kombiniert quotenträchtig Wahl-und Formel 1-Berichterstattung unter dem Titel Der Tag der Sieger. Die aber heissen an diesem Tage Gerhard Schröder (der sich vom Laufburschen in einer Eisenwarenhandlung über ein Jura-Studium bis zum Regierungschef hochgearbeitet hat) und Mika Häkkinen im West McLaren Mercedes. Der schlägt Schumacher auf heimischem Boden im direkten Duell und geht mit vier Punkten Vorsprung zum alles entscheidenden Weltmeisterschaftsfinale nach Suzuka. Zum Gewinn des Konstrukteurtitels fehlt dem Team nur noch ein einziger Punkt.

Leslie Bruce McLaren, geboren 1938 im neusseländischen Auckland , war eine Integrationsfigur. Als Unternehmer war er eher ein Kamerad denn ein Chef, ein primus inter pares. Seine unternehmenspolitischen Strategien waren ebenso einfach wie bahnbrechend: technologisch, juristisch und geschäftlich. Dies mag zu tun haben mit den Erfahrungen seiner Jugend, die er, bedingt durch eine schwere Hüfterkrankung, grösstenteils an Krücken gehend verbrachte. Da waren die frühe Matura, ein Ingenieur-Examen in Rekordzeit und mit 21 Jahren der erste Grand Prix Sieg, 1959 in Sebring in einem Cooper Climax. Von seinen realitätsbezogenen Visionen, mitgeprägt auch durch immer wiederkehrende Aufenthalte in den USA und Kanada, der Begegnung mit dem Pragmatismus als Philosophie, profitiert das Team West McLaren Mercedes bis heute. Die orange-gelbe Originallackierung der McLaren ist eigentlich die Nationalfarbe Hollands, als, bis Ende 1967, Grand Prix Rennwagen in dieser Form an den Start gehen mussten. So wie Rot für Italien, Weiss oder Silber für Deutschland stehen. Bruce McLaren hatte in der Folge das Orange-Gelb als sein Markensymbol für die von ihm begründete Firma etabliert. Es gehört zu ihr wie der Stern zu Mercedes-Benz. Als Bruce McLaren am 2.Juni 1970 diese Welt für immer verliess, war er gerade einmal 32 Jahre alt; er prallte mit einem seiner berühmten CanAm-Sportwagen bei einer Testfahrt im Südenglischen Goodwood gegen einen Erdwall und war auf der Stelle tot. Als letzte Referenz an den Firmengründer trägt der West McLaren Mercedes alljährlich bei der Pressepräsentation und den ersten Testfahrten Orange-Gelb.

"Mir schaffe bei Daimler," heisst es seit Jahrzehnten voller Stolz vor den Werkstoren von Mercedes-Benz. Und wenn Mika Häkkinen in die Fabrik nach Stuttgart-Untertürkheim kommen, ziehen auch sie den Blaumann an. Nirgendwo, Ferrari einmal ausgenommen, ist die Beziehung vom Arbeiter zum Produkt grösser als bei Mercedes. Reputation, Tradition und Innovation ergänzen einander seit Jahrzehnten und die Erfolge der Silberpfeile der Vor-und Nachkriegsgeneration hören sich an wie die Nibelungensagen des Industriezeitalters. Als 1955, nach dem Gewinn der zweiten Fahrerweltmeisterschaft durch Juan Manuel Fangio die Planen über die Silberpfeile der zweiten Generation gezogen wurden, da griff der legendäre Rennleiter Alfred Neubauer gerührt zum Taschentuch. Der Dicke oder Don Alfredo, wie sie ihn alle respektvoll und dennoch voller Ironie nannten, muss genahnt haben, dass dies ein Rückzug für viele, viele Jahre sein würde. Gewiss, Männer wie Rob Walker, Ken Tyrrell, Sir Frank Williams (um nur einige zu nennen) oder Ron Dennis sind als Teamchefs Persönlichkeiten von höchster Autorität; Neubauer hingegen stand über allen. Kein Wunder also, dass Norbert Haug stets Vergleiche mit seinem berühmten Vorgänger zurückweist, und dies nicht nur, weil er diesem mit seiner stattlichen Körperfülle um fast nichts mehr nachsteht. Ich werde es nicht vergessen, wie Neubauer Anfang der siebziger Jahre im deutschen Fernsehsender ARD vor einer globalen Diffamierung des Automobils, der damit verbundenen Gefahr für Millionen Arbeitsplätze und damit wiederum vor einer Destabilisierung des demokratischen Systems gewarnt hat. Mein Gott, Herr Neubauer, wie recht Sie damit hatten, nur glauben wollte es ihnen damals niemand. Aber hätte zu jener Zeit jemand prognostiziert, dass es drei Jahrzehnte zur grossen transatlantischen Fusion mit Chrysler kommen würde, man hätte ihn zumindest für verrückt gehalten. Die bis dahin grösste Industriefusion in der Geschichte, eingefädelt von Vorstandschef Jürgen Schrempp in einer nur 17-minütigen Konferenz mit seinem amerikanischen Kollegen Bob Eaton ("Wir hatten nicht einmal Zeit für einen Kaffee.") am Rande der London Motor Show 1998 ist ein Ereignis von historischer Dimension, drei Weltmeistertitel innerhalb von zwei Jahren dessen Krönung. Der Mann, der bisweilen in der exclusiven silbergrauen West McLaren-Uniform in der Box steht, ohne aufdringlich zu wirken, ist ein ausgesprochener Anhänger des Grand Prix Sports. Dies ist eine Ambition, die seinem Vorgänger Edzard Reuter, dem Sohn des Berliner Bürgermeisters der Blockadezeit, Ernst Reuter ("Bürger der Welt, seht auf diese Stadt!"), so völlig fremd war. Edzard Reuter realisierte seinen Traum, aus der traditionellen Autofabrik einen integrierten Technologiekonzern zu machen. Doch als seine Amtszeit beendet war, war dadurch ein Unternehmenswert von 36 Milliarden DM vernichtet, wie das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL mit bissiger Ironie kritisierte. Dafür konnte Jürgen Schrempp im Oktober 1998 den von DaimlerChrysler in Rekordzeit wieder aufgebauten Potsdamer Platz, das Herz der deutschen Bundeshauptstadt Berlin, pulsierendes Zentrum der zwanziger Jahre, neu eröffnen - zu dem Reuter noch den Grundstein gelegt hatte. Mercedes-Benz: Neuer Glanz nicht nur in der Formel 1, auch wenn zwischen Bau und Fall der Berliner Mauer nur 28 Jahre, zwischen dem zweiten und dritten Weltmeistertitel, zwischen Fangio und Häkkinen ganze 43 Jahre vergangen sind. Ganz gewiss, das Warten hat sich dennoch gelohnt.

Was immer eines Tages, weit ins 21. Jahrhundert hinein, in den Geschichtsbüchern stehen wird, können wir derzeit nicht einmal erahnen. Es wäre auch töricht, darüber spekulieren zu wollen. Indessen steht fest, dass sich hinter der eher moderaten Bezeichnung West McLaren Mercedes die bislang modernste Form internationaler Kooperation im Grand Prix Sport verbirgt, bei der sich die Geschichte anderer Teams, Ferrari einmal ausgenommen, doch eher provinziell ausnimmt.

Da ist der saudi-arabische Technologiekonzern TAG (Techniques d`Avantgarde), dem McLaren International Ltd. zu 30 Prozent gehört ( weitere 30 Prozent hält Ron Dennis, während das grösste Aktienpaket seit 1999 bei DaimlerChrysler liegt). Sitz der europäischen TAG-Holding ist Paris, wo deren Präsident Mansour Ojieh residiert, dessen saudi-arabische Herkunft dem etwas distanzierten Betrachter auch auf den dritten Blick keinesfalls auffällt. McLaren International Ltd. (Firmensitz: Woking bei London) entstand 1980 aus der Fusion von Bruce McLaren Motorracing LTd. und Project 4, der Firma von Ron Dennis.

An der Motorenfabrik Illmor, die die Mercedes-Triebwerke herstellt, gegründet von dem Schweizer Ingenieur Mario Illien und dessen britischen Partner Paul Morgan, halten diese und Daimler Chrysler jeweils 50 Prozent der Anteile. Im Mercedes-Stammhaus in Stuttgart schliesslich finden wichtige Forschungsarbeiten für das in Brixworth/Mittelengland ansässige Unternehmen statt. Hauptsponsor des Teams schliesslich ist das renommierte deutsche Tabakhaus Reemtsma aus Hamburg in bester hanseatischer Tradition. Dazu kommen eine Vielzahl internationaler Co-Sponsors aus den verschiedensten Branchen. Ron Dennis nennt sie seit Jahren Investoren und kommt mit seiner Definition der Realität erheblich näher.

Tennis spielt er nicht mit Boris Becker, sondern bestenfalls mit Pop-Star Haddaway. Und der Mercedes C-Klasse aus dem ersten TV-Spot ist tatsächlich ein Diesel. Wem dies noch nicht reicht, dem sei eine Mitfahrt im McLaren Mercedes MP4/98T angeraten, dem exclusiv zu Demonstrationszwecken gebauten doppelsitzigen Formel 1, in dem unter anderem schon F.I.A.-Präsident Max Mosley, Tour de France-Sieger Jan Ullrich, Star-Geigerin Vanessa Mae und sogar König Juan Carlos von Spanien (gefahren von Niki Lauda) Platz nahmen. Daheim in Monaco hat er tatsächlich eine Schildkröte, die auf den Namen Caroline hört. In Moskaus Sternenstädtchen nahm er vor einiger Zeit sogar am Kosmonautentraining teil und absolvierte den berühmten Parabelflug, bei dem für einige Sekunden Schwerelosigkeit simuliert werden kann. Sein privates Highlight war 1998 die Hochzeit mit Freundin Erja. Zum erstenmal seit der legendären Nina Rindt im Jahre 1970 ist wieder eine Finnin die First Lady der Formel 1: Mika Häkkinen, Doppelweltmeister wie sonst nur noch Ascari, Brabham, Prost, Senna, Schumacher und vorallem Fangio. Und wenn Bruce McLaren, Juan Manuel Fangio und der Dicke Neubauer aus dem Himmel zuschauen können, dann gibt es mit Sicherheit einen grossen Applaus. Nach dem entscheidenden Grand Prix von Luxemburg 1998 hatte er die Fronthaube des West McLaren Mercedes mit dem Mercedes-Symbol gestreichelt, wie einen treuen Hund. Mikas Sternstunde oder Die neue S-Klasse - die Mercedes-Werbung ist originell und glaubwürdig zugleich. Gerade deswegen: Folge dem Stern.

 

 

 

FOLLOW THE STAR

West McLaren Mercedes: The Silver Arrows of the Third Generation

 

> Driving a Silver Arrow is an honour< Manfred von Brauchitsch

Yes, indeed, we were trembling with fear for him. A day and a night. Then he was out of the woods. When the McLaren Mercedes MP4/10 had gone off the kerbs at Malthouse Bend, the ultra-fast left-bended curve connecting the Jones- with the Brabham straight, during Fridays practice session for the 1995 Australian Grand Prix, to crash into the wall only protected by a single row of tyres, caused by a puncture, Mika Hakkinen, after bumping onto the steering wheel with his head, had a chance to survive that impact tending to zero. But the marshall behind the wall must be put there by God personally, because he is a neuro-surgeon. An immidiate tracheotomy and the effective treatment by F.I.A. medical chief of staff, Professor Sid Watkins, did not only save a man`s life, but also a career. Several weeks later, when Mika Hakkinen left the Royal Hospital, Adelaide as the host of the Australian Grand Prix is still history. Four months later he returns to Australia, this time to Melbourne, for the first round of the 1996 championship without missing a single race. The appendicetomy some weeks before the big shunt had made him leave out the Pacific Grand Prix at Aida. The days in Saudi Arabia, where he was brought by McLaren majority shareholding company to protect him against the world press`attacks, the micro-surgery of his ears and after that the first great television interview by John Watson from EUROSPORT: To arise from the dead and then to become world champion - only one man had done it before. Niki Lauda, probably the most famous celebrity in the history of modern technology. And how great was the chance of twotimes cruxification by the returning of the Silver Arrows into Formula One, respecting the fact, that the career of Karl Wendlinger III broke into pieces at the 1994 Monaco chicane as that of Stirling Moss had done at the Goodwood sandbank in the early days.

Follow the Star is one of the 1998 top hits in the German charts. Frankfurt-Rödelheim based rap queen Sabrina Setlur, Germany`s most successful female solo-artist, is an Indian, who once started her career und the pseudonym Sister S; the present top album is named the New S-Class being published shortly before Mercedes-Benz presented their revised version of their flagship to a worldwide media audience- and received extensive positive criticism. The culture of pop art and Grand Prix racing is both an explosive and a traditional mixture. An icy 1997 January evening in London: MTV presents the West McLaren Mercedes Team Launch to a crowd of 4.500 aged from nine to ninety at Alexandra`s Palace and some days later the show is transmitted at prime time. This nights host is shrill star VJane Davina McCall, who entered Grand Prix racing so spectacuklar when presenting the 1994 MTV Formula One Weekend from the German Grand Prix at Hockenheim.

This evening Jamiroquai is singing and it does not really matter, that he is driving neither a McLaren or a Mercedes but the competing product of Ferrari, when performing the video clip of Cosmic Girl. There is an excited Manfred von Brauchitsch, over ninety years of age, expressing his feelings: "If I were younger, I would ask Ron Dennis for a test session." And, of course, Karl Kling, the Schumacher of the fifties, (Günther Jauch from RTL Television), himself also over eighty, is still there. Von Brauchitsch, Kling, today Hakkinen and Coulthard: The Silver Arrows stars of the first, second and third generation united under one roof. Suddenly, during the performance of the Spice Girls, between the songs of Wannabe and Two Become One, the curtain opens: West McLaren Mercedes MP4/12 - the Silver Arrow of the third generation has got its world premiere. Some moments later, when Mika Hakkinen and David Coulthard are entering the stage, Baby Spice Emma asks the Scotsman: "Why aren`t there any female Grand Prix drivers ?" David, a little embarrassed: "I think, there were some and maybe there will be one in the future." Girl power in Formula One: In reality not so rare as many people might believe. The most successful among the female drivers was the legendary Lella Lombardi, who had driven a March Ford into the points at the tragic Barcelona Grand Prix 1975, before dying of cancer some years ago at the age of only 48. And the most known among all the ladies having entered a cockpit surely was the blond Giovanna Amati, not behind the steering wheel, but as the temporary girl-friend of Niki Lauda.

Jochen Rindt had said: "First race, first victory for you. Is that service, isn`t it?" Norbert Haug, the Mercedes-Benz head of sport, appointed vice president of DaimlerChrysler at the end of 1999, enjoys taking his handy after the 1997 Melbourne Grand Prix, to ring up his boss in Germany, Professor Jürgen Hubbert, member of the board of directors. In Reims 1954, when the return of the Silver Arrows after World War II had been celebrated, the result was Fangio ahead of Kling in their streamlined W196. And now it is up to David Coulthard to be honoured to score the tenth post-war victory for Mercedes-Benz. The public relations managers of new main sponsor West and of Mercedes, having created the modern Silver Arrow design can be proud of such a win of historical dimension. In 1997 the Silver Arrows win two further races, Coulthard in Monza and Hakkinen in Jerez, his first ever victory in Formula One. But without technical troubles they might have got another two or three wins. At the Nürburgring Hakkinen has got pole position for the first time in his career, after his mechanics had burnt his mascot always taken with him in the cockpit, a tortoise, making a lot of spectators phone to the German TV company RTL. The following day the commentators Jochen Mass and Heiko Wasser could calm down them, because the animal was made of cloth, of course. In spite of that: Superstition belongs to motorsport like fuel and oil do.

Not only before he overtook the period of office of the legendary Dr Adenauer, the German chancellor Helmut Kohl, a promoted historian, became a statesman of international reputation. Highly respected in foreign countries, at home he often is confronted with bitter irony and sometimes eggs were thrown onto his head when visiting East-Germany. Since his time as the prime minister of the federal state of Rhineland-Palatinate he is a welcomed guest at the Nürburgring. It was Kohl, who brought back Formula One to that circuit together with Bernie Ecclestone. At the 27th September he is the candidate for re-election for the fifth time. Kohl-supporter and non-voter Michael Schumacher predicts for this day: "He will succeed again." The Ferrari driver, because of holding pole position confident of winning, is absolutely wrong. RTL, the TV station having got the rights for live-transmissions in German free-TV, clever combined the elections- with the Formula One reporting under the popular headline: The Day of the Winners. But these are Gerhard Schröder ( who once had started his career as an errand-boy in a hardware store to enter now the chancellors office) and Mika Hakkinen in the West McLaren Mercedes, who beats Schumacher in a direct duel on his homeground and takes a 4-point-lead to the final round of the championship in Japanese Suzuka. To win the constructors` championship the team only needs a single point.

Leslie Bruce McLaren, born in Auckland/New Zealand in 1938, was a personality of integration. As an enterpreneur and superior he was more a comrade than a boss, a primus inter pares. His strategies for the enterprise`s future were both revolutionary and simple: technologically, juridically and busineeslike. This might have to do with the experiences of his early youth he spent the most time walking on crutches because of a serious illness of his hip. There were the early A-levels, a record-breaking university degree in engineering and the first Grand Prix win at the age of 21, in Sebring 1959 in a Cooper Climax. His realistic visions, also influenced by regular stays in the United States and Canada, meeting pragmatism as a philosophy, the team West McLaren Mercedes profits until now. The yellow-orange original livery of the McLarens in fact is the national colour of Holland from that time, Grand Prix cars had to come to the grid in that design until the end of 1967. Like red stands for Italy and white or silver for Germany. Bruce McLaren adopted the yellow-orange as a symbol of the company founded by him. Like the star belongs to Mercedes-Benz. When Bruce McLaren left this world for ever at 2nd June 1970, he was only 32 years of age. He crashed into a bank of the Goodwood circuit and was killed immidiately when testing one of his famous CanAm sportscars. As a last tribute to the company`s founder every year the West McLaren Mercedes wears the yellow-orange colour during the press presentation and the first test sessions.

"We are working for Daimler," is said full of pride by the workers in front of the factory`s gate for decades. And when Mika Hakkinen and David Coulthard enter the Stuttgart-Untertrürkheim assembly plant they are dressed in a boilersuit. With the exception of Ferrari the identification of worker and product is so close like it is at Mercedes-Benz. Reputation, tradition and innovation supplement each other for decades and the successes of the Silver Arrows before and after World War II sound like the Nibelungen saga of the industrial age. When the cars were covered by tarps after Fangios second consecutive championship win, the legendary team manager Alfred Neubauer took his handkerchief shaken by emotions. He must have known that this meant to say good-bye for a very, very long period. Surely, men like Rob Walker, Ken Tyrrell, Sir Frank Williams (to mention only a few) or Ron Dennis as team principals are personalities of highest respect, but Neubauer was on top. For this reason, it is no wonder, that Norbert Haug denies all comparisons with his famous predecessor and that not only he is pretty near to the weight of Don Alfredo. I will never forget, how Neubauer had warned of a global defamation of the automobile at German TV company ARD, including the danger of loosing millions of jobs and therefore the democratic system becoming destabilized. You were absolutely right, Mr Neubauer, but nobody was able to accept that truth at that time. But if some one had given the prognosis, that there would be the great transatlantic merger with Chrysler three decades later, he had been considered crazy. The biggest merger of industry companies in history so far had been started by Daimler-Benz president Jürgen Schrempp in a only 17 minutes lasting conference ( "We had no time for a single cup of coffee.") with Chrysler boss Bob Eaton at the London Motor Show 1998 and it became an event of historic dimension. The three Formula One championships in two years (two driver`s, one constructor`s title) put the crown onto it. The man often unobtrusively standing in the pit wearing the grey uniform of West McLaren Mercedes is a real fan of Grand Prix racing. In contrast to his predecessor Edzard Reuter, son of former Berlin mayor Ernst Reuter at the time of the Soviet blockade ("Peoples of the world, look at this city!"), who never showed any passion for motor racing. Edzard Reuter tried to realize his dream to turn the traditional car manufacturer into an integrated technology company. But when his period of office was over, he had destroyed a worth of 36 billion D-Marks by doing so as the German newsmagazine DER SPIEGEL expressed with bitter irony. But in October 1998 Jürgen Schrempp was able to re-open the Potsdamer Platz , the heart of Germanys capital Berlin, being re-built by Daimler-Benz in record-beating time. It had been the centre of the roaring twenties and Edzard Reuter had done the laying of the foundation stone for its reconstruction. Mercedes-Benz: New glory, not only in Formula One. Between the construction and the fall of the Berlin Wall it took only 28 years, but between the second and the third worldchampionship, between Fangio and Hakkinen whole 43 years had gone. Surely, it was worth waiting.

What ever will be written into the history books, far into the 21st century, we will get no imagination of. And it would be silly to speculate about it. But it is sure that behind the more or less moderate term West McLaren Mercedes the most modern form of international cooperation so far stands for. The history of the other teams, with the exception of Ferrari, looks pretty provincial.

There is the Saudi-Arabian technology company TAG (Techniques d`Avantgarde) holding 30 per cent of the McLaren shares as well as the team principal Ron Dennis does, while DaimlerChrysler is holding the greatest package of 40 per cent since 1999. The residence of the European TAG-Holding is French capital Paris, where its president Mansour Ojieh stays, whose Saudi-Arabian origin even the distanced observer is not able to recognized on the third view. McLaren International Ltd. from Woking near London was founded in 1980 by the merger of Bruce McLaren Motorracing Ltd. and Project 4, the company of Ron Dennis.

The engine shop Illmor Ltd. from Brixworth/U.K. was founded by Swiss engineer Mario Illien and his British partner Paul Morgan. DaimlerChrysler is holding 50 per cent of the shares, the other half belongs to the company`s founders. The Mercedes headquarters in Stuttgart do a lot of basic research for Illmor. And main sponsor of the team is at least the famous German tobacco company Reemtsma standig in the great Hanseatic tradition. Additionally there are a lot of international co-sponsors coming from many different branches. Ron Dennis call them investors and his definition comes very near to reality.

Tennis he does not play with Boris Becker, but at best with pop star Haddaway. And the Mercedes C-class of the first TV spot is really a Diesel. Who is not satisfied with that should take a ride in the McLaren Mercedes MP4/98T double-seater as it was done by F.I.A. president Max Mosley, Tour de France winner Jan Ullrich, star violonist Vanessa Mae and the King of Spain, Juan Carlos, who was driven by Niki Lauda. At home in Monaco he really has got a tortoise called Caroline. Some time ago he shared the cosmonauts practice at Moscows star village and took part in the famous parabolic flight simulating weightlessness for a few seconds. His private highlight in 1998 was the wedding with his girl-friend Erja. For the first time since the legendary Nina Rindt a Finn is the First Lady of Formula One: Mika Hakkinen, double-worldchampion like Ascari, Brabham, Prost, Senna, Schumacher and above all Juan Manuel Fangio. And when Bruce McLaren, Fangio and Don Alfredo Neubauer can watch it from heaven, a big applause is absolutely sure. After the decisive Grand Prix of Luxemburg 1998 he caressed the nose with the Mercedes symbol like a faithful dog. Mikas Star Performance or The New S-Class: The Mercedes advertisement is both witty and credible. For this reason: Follow the Star.

Klaus Ewald

 

     

 

© 2000 by researchracing

 

l Home l Continued l